Verlegung Stolpersteine

Seit vergangenem Dienstag liegen auch in Niederrodenbach die ersten „Stolpersteine“.

Die einzelnen Gedenktäfelchen erinnern in Form und Größe in etwa an einen Basaltpflasterstein und sind oberflächlich in Messing gearbeitet. Der hochglänzende Stein trägt, händisch eingeschlagen, die Namen der in den 1940er Jahren aus Rodenbach verschleppten und ermordeten jüdischen Menschen und deren grobe Lebensdaten. Und da Menschen mehr als nur Buchstaben und Eckdaten sind, war uns die Lebensgeschichte der fünfköpfigen Familie Blumenthal so wichtig, erzählenswert und erinnerungswürdig. Ein besonderer Dank gilt unserem Mitglied Walter Geppert, der schon vor Jahren durch Recherche und Befragungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen dafür gesorgt hat, dass das was war, vor dem Vergessen bewahrt wurde. Das ganze zusammengetragene Wissen ist in dem von ihm verfassten Buch „Sie waren unsere Nachbarn“ nachzulesen.

Besonders gefreut hat uns, dass der Entwickler, Erfinder und Initiator der inzwischen weltweit zu findenden Steine, Gunter Demnig, die Verlegung selbst in die Hand genommen hat.

Die Veranstaltung am Mittag in der Bahnhofstraße/Ecke Neustraße wurde bei grenzwertigen Temperaturen und sengender Sonne trotzdem von über hundert Bürgerinnen, Bürgern und Gästen besucht. Musikalisch untermalt war es eine würdige und ruhige Zusammenkunft.

Am Abend lud das Organisation-Team noch einmal zum Beisammensein, diesmal im Medientreff.

Neben Herrn Demnig, der über sein Schaffen erzählte, verschaffte uns Matthias Basile in Vertretung des Geschichtsvereins einen Überblick über jüdisches Leben in der Menschheitsgeschichte. Hier finden Sie die Präsentation.

Zusammen mit unserem Bauhof, den Musikerinnen und Musikern, Niko Deeg als Vertreter der Jüdischen  Bildungsstätte „Pinot“, der jetzigen Hauseigentümerin des Hauses in der Bahnhofstraße, dem Team des Medientreffs und natürlich der Gemeinde konnten wir alle bei dieser ersten Verlegung Gemeinschaft und Zusammenhalt zeigen.

Für den Herbst ist eine weitere Stolperstein-Verlegung geplant.

Osterbrunnen

Sehr gut besucht war die Eröffnung unseres Osterbrunnens. Das gute Wetter zog viele Besucher an, das Buffet war am Ende der Veranstaltung restlos leer – gut so!

Der neu gewählte Vorstand, bestehend aus Kim Stichel und Matthias Basile, freute sich über die gelungene erste Veranstaltung unter neuer Vereinsführung.

Neuer-alter Vorstand

Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Dienstag gab es neben vielen positiven Berichten zum vergangenen Vereinsjahr letztendlich auch personelle Veränderungen.

Unsere langjährigen Vorstandskolleginnen Karin Palmieri und Helga Duda traten nach viel Engagement und Einsatz ihren „Vorsitzenden-Ruhestand“ an.

Wir als Geschichtsverein wollen uns auf diesem Weg nochmal ganz besonders herzlich für all die Jahre bedanken, in denen sich die beiden für die Interessen des Vereins eingesetzt haben. Besonders der von ihnen aufgebaute „Museums-Sonntag“ ist in den letzten Jahren ein wichtiger Treffpunkt geworden.

Den sowohl neuen als auch alten Vorstand bilden Matthias Basile als Vorsitzender und Kim Stichel als Stellvertreterin in ideeller Aufgabenteilung.

Willkommen Frühling!

Wie in den letzten Jahren auch schon wollen wir den nahenden Frühling begrüßen… Eine Tradition, die ihren Ursprung in der Fränkischen Schweiz hat und die auch unser Verein übernommen hat, schmückt Brunnen und Wasserquellen symbolisch, um den Winter zu verabschieden und die wohl schönste Jahreszeit zu feiern.

Gerne würden wir Sie zur Eröffnung des Osterbrunnens in den Museumshof in der Kirchstraße 9 einladen. Ein paar leckere Kleinigkeiten und einen Einblick in die Vereinsarbeit erwarten alle, die Interesse haben.

Kommen Sie uns gerne am Samstag, den 21. März besuchen, ab 11 Uhr sind wir, bei hoffentlich besten Wetter, für Sie da!

Einiges an Bild

Zur letzten Vorstandssitzung erschien neben dem Vereinsteam auch Bürgermeister Klaus Schenja mit einem imposanten Geschenk für unsere Räumlichkeiten:

Ein Gemälde, das 1966 von J.W. Günther gemalt wurde  und das früher im Sitzungssaal des Rathauses hing. Im Heimatmuseum hängt bereits eine 30 Jahre ältere Version des Bildes aus einer anderen Perspektive. 

„Diese Schenkung bereichert unsere Sammlung sehr. Das Bild bietet über zwei Meter Länge einen beeindruckenden Blick auf die Landschaft und wird die Besucherinnen und Besucher begeistern“ so Matthias Basile vom Geschichtsverein.

Das Rodenbacher Heimatmuseum in der Kirchstraße 9 ist am jeweils 2. Sonntag des Monats (außer in den Ferien) von 14 bis 17 Uhr geöffnet, das nächste Mal also wieder am 8. März.

Ob wir es bis dahin geschafft haben, einen Platz für das „Schätzchen“ zu finden…?

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Mitgliederversammlung

Wir laden unsere Mitglieder zur Jahreshauptversammlung am Dienstag, den 3. März 2026 um 19:00 in unser Heimatmuseum, Kirchstr. 9, ein.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Eröffnung der Versammlung
  2. Genehmigung der Tagesordnung und Feststellung der stimmberechtigten Mitglieder
  3. Genehmigung Protokoll der JHV von 2025
  4. Ehrung der Verstorbenen
  5. Jahresbericht durch die 1. Vorsitzende
  6. Kassenbericht des Beauftragten für Finanzen
  7. Bericht der Kassenprüfer*innen und Antrag auf Entlastung des Vorstandes
  8. Außerordentliche Wahlen des Vorstandes
  9. Verschiedenes

Das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung liegt zur Einsichtnahme vor. Anträge zur Tagesordnung reichen Sie bitte bis spätestens 1 Stunde vor Versammlungsbeginn beim Vorstand ein.